Meilen & Erlebnisse 2023

Erlebnishungrig in die Jubiläumssaison 2023:

Im Jubiläumsjahr waren unsere Crews wieder auf verschiedensten Routen mit ihren Yachten rund um die Ostsee auf wunderbaren Törns unterwegs. Ob auf Kurz- oder Langzeittörn: es wurde viel erlebt und bei unseren schönen Veranstaltungen persönlich darüber berichtet.

In diesem Jahr kamen zu den traditionelle Veranstaltungen: Wintertreffen – Pfingstregatta – Herbstregatta auch noch unsere wunderbare Jubiläumsveranstaltung am 04.11.2023 auf der Rickmer Rickmers in Hamburg dazu.

Lasst euch überraschen und für das nächste Jahr inspirieren!

 

Vom Winterschlaf direkt in den Frühsommer:

Carola Nordmeyer-Frank & Oliver Frank von der SY Pepper

Vom Winterschlaf direkt in den Frühsommer, das kann man schon fast so sagen: Denn in diesem Jahr sind wir erst im Mai dazugekommen, unsere Pepper von uns aus, also dem Winterlager bei uns zu Hause in Hannover, über die Kanäle nach Heilgenhafen zu überführen. Toll daran war natürlich das herrliche Wetter und die wunderschöne, bereits überall grüne Vegetation. Neben den 10 zu überwindenden Schleusen auf den verschiedenen Wasserstraßen (Mittellandkanal, Elbeseitenkanal, Elbe, Elbe-Lübeck-Kanal und Trave) ist eins der schönsten Teilstücke immer die Strecke zwischen Lauenburg und Lübeck: Ein kleiner, schmaler Kanal mit pittoresken Verlauf in beschaulicher Landschaft mit 7 kleinen Schleusen.
Unsere Fahrräder hatten wir auch mitgenommen, um eigens in dieser hübschen Gegend zusätzlich kleine Radtouren unternehmen zu können. Aber, … neben netten Kaffee-Stops und Spaziergängen mit unserer Hündin Emma gab es dann bei der Kanalfahrt in Höhe von Mölln einen richtigen Schreckmoment: Unsagbar viele kleine Motorwohnboot reihten sich plötzlich VOR uns ein. Wir mussten befürchten, vor allen noch anstehenden Schleusen womöglich Stunden zu warten, bevor wir dann an der Reihe sein würden. Aber es kam ganz anders, denn es wurde so lustig wie nie zuvor. Beim Hineinfahren in die Schleusen, und insbesondere beim Festmachen der Boote, haben sich schon alle gegenseitig Hände reichend geholfen, es wurde gerückt und geschoben, damit jeweils alle 17 Schiffe mitkamen. Und dann wurden Kuchen, Süßigkeiten und Getränke weitergereicht, gequatscht und sogar gemeinsam gesungen, klang fast wie in einer Kirche, … echt urig, toll und sehr erlebnisreich mit den vielen verschiedenen Menschen, auch wir sind voll integriert worden, … herrlich.

Am Ende dieser Überführungsreise sind wir, noch immer ohne Mast, von Travemünde aus über die Ostsee bei bestem Wetter gut in Heiligenhafen angekommen und konnten dort als gleich den Strand und abends die wunderschönen Lichtverhältnisse genießen.

   

 

Rundtörn westliche Ostsee über Göteborg und Skagen –  Juni 2023:

Lothar Mayring von der SY Hoppetosse

Unser Törn führte uns von Burgtiefe über

Dragör
ruhiger Liegeplatz und Kopenhagen war mit Bus/Bahn sehr schnell erreichbar.
Sehr nette kleine Geschäfte und Bäckereien.

Höganäs
ruhiger eher unattraktiver Hafen nördlich von Helsingborg als  guten Ausgangspunkt Richtung Norden. 
1 Tages-/Nachtfahrt weil unser Ziel war ja nach

Göteborg ( Lila Bommens Hamn)
direkt in der Innenstadt gegenüber der Staatsoper  und der ehemaligen Viermastbark VIKING (jetzt Hotel). Sehr zentrale Lage aber ziemlich teure Liegeplätze (33€) die nur über Internet buchbar waren. Wir haben  Göteborg als  eine moderne, lebhafte, schöne Stadt erlebt.

Skagen
Null Wind , See glatt wie ein Kinderpopo,  irgendwie beeindruckend. Unmengen von Frachtern und Tankern die vor Skagen auf Reede lagen. Wir hatten mit einem sehr vollen Hafen gerechnet, konnten aber im Lystbädehavn ( gutes Fischrestaurant) längsseits am Kai und sehr ruhig liegen. Hafen war vielleicht zu 30% belegt.
Beeindruckend die riesigen hochmodernen  Fischtrawler die dort wohl zur Reparatur lagen.

Saeby
ein moderner Hafen mit guten Restaurants. Hafen sehr voll und längere Suche nach einem Liegeplatz.

Hals
schöner Hafen am Eingang zum Limfjord . Hier sind wir 3 Tage bei südlichem Starkwind eingeweht. Aufgrund des fast vollen Hafens unruhiger Liegeplatz längsseits  an einem Außenkai.
Trotzdem nicht langweilig und „Bewachung“ des Hafens durch 2 ausgemusterte Eisbrecher.
Wettervorhersage war richtig und es wurde ruhiger also:
von Hals auf direktem Weg unter Segel/ Maschine in 2 Tagen/Nächten zurück zum Heimathafen nach Burgtiefe.

Auf dem gesamten Törn nur gute Laune, 30 Minuten Regen, Starkwind und Flaute, kein Bruch, keine Gebrechen, reichlich zu Essen/Trinken und keine überfüllten Häfen.

Was will man mehr, wenn man sich den Rest der Saison wettertechnisch ansieht?

 

 

Erfüllte Seglerträume:

Reinhard Fuß mit der SY Rose

Am 21. Juni gehen unsere Segel in Boltenhagen hoch für unseren Traum, seitdem wir ab 2016 die schwedische Ostküste unsicher machen: die Midsummersail nonstop nur unter Segeln zur nördlichsten Tonne kurz unter dem Polarkreis. Wir: das sind Lukas aus Berlin sowie mein langjähriger Segelfreund Jochen und ich, alle hochmotiviert, seefest und mit reichlich Vorgekochtem ausgerüstet.

In Wismar fällt zwischen den Schwedenköpfen der Startschuß, noch kommen wir uns vor wie Meilenfresser entlang der vorpommerschen Küste, dann durch die Hanöbucht an Utklippan vorbei und weiter östlich von Öland gen Norden. Der Wind ist moderat, die Nachtwachen im Zweistundenrhythmus gut zu händeln – und das Feld zieht sich schnell auseinander, nur auf dem AIS sehen wir unsere unmittelbaren Konkurrenten!
In den Stockholmer Schären wird es zäh, und wir liegen eine sternenklare Nacht vor Anker, baden, kochen und schlafen mal durch. Als ob der Windgott uns diesen erlaubten Stopp übelnehmen würde, verabschiedet er sich in den nächsten Tagen. Wir bummeln mit Geduld und starken Nerven bei strahlendem Sonnenschein die schwedische Küste entlang nordwärts, vorbei an der Höga Kusten, und die Etmale nehmen von Tag zu Tag ab, das geringste waren 42 Seemeilen/24 Stunden.

Die Konzentration läßt bei 2 kn Fahrt auch nach, deshalb sitzen wir nördlich von Kapellskär plötzlich geräuschvoll auf einer Untiefe 1,6m auf: alle drei hinterm Steuerrad ins Gespräch vertieft, während unsere ROSE sich aus dem Fahrwasser schlich. Dumm gelaufen, aber mit Verwarpen kamen wir aus eigener Kraft ohne Schäden wieder frei!
Auf der Höhe von Umeå kommt wieder Wind auf, natürlich gegenan aus NE. Einen Tag kreuzen wir bei 5-6 gegenan, reichlich Welle, aber ROSE pflügt Richtung Ziel, es ist anstrengend und wir sind begeistert. Weniger schön ist ein Wassereinbruch im Motorraum, den wir erst merken, als das Wasser vor die Küche schwappt. Mit Phantasie und detektivischer Spürnase finden wir die Ursache: das Vakuumventil im Seewasserkreislauf der Maschine war defekt und sprudelte. Also den Schlauch ins Cockpit umgelegt, weiter geht’s – nach 4 Wochen übrigens trat Spontanheilung ein, Ventil ging wieder.

Wir wollen nun ankommen, aber vor Beginn des nördlichen Schärengartens liegen wir wieder fast 6 Stunden nahezu bewegungslos in der Flaute fest. Der nächtliche Endspurt entschädigt für alles: bei NE 6 mit 2. Reff und zahllosen Kreuzschlägen durch enge Schärenkanäle stürmen wir Richtung Törehamn, die Sonne geht um 02 Uhr auf, das Licht ist überirdisch, rauschende letzte Meilen, und um 04.20 Uhr bei Sonnenschein gehen wir durchs Ziel. Das Horn ist Musik in unseren Ohren, wie auch der Beifall der Regattaleitung und von einigen wenigen Kameraden, die noch wach waren. Das Glücksgefühl auf der gelben Tonne stehend ist unbeschreiblich: Jubeln, Umarmen, Schreien, unser Glücksgefühl geht durch alle Fasern!
Erst festgemacht, dann ist ein guter Cremant fällig. Alle Strapazen sind vergessen, noch nie war Ankommen so schön!
Nach einigen Tagen Ausschlafen und Runterkommen treten Jochen und ich zu zweit die Rückreise an und merken in den kommenden Wochen, wie weit der Weg hierhin war. Bei vorherrschenden südlichen Winden ist Bummeln angesagt, dazu lädt die nordschwedische Küste auch ein, die Häfen und Buchten sind einsam, malerisch und suchterzeugend! Trotz Hochsaison sind wir oft allein, treffen aber mehrmals unsere Freunde, die uns mit ihrem Wohnmobil landseitig begleiten, der Grill bleibt abends nicht kalt. Mühevolle überwältigend schöne Wandertage an der Höga Kusten zeigen uns nun, wofür Seglerbeine da sind. Am Nationalpark Skuleskogen und der Insel Mjältön sollte kein Segler vorbeifahren!
Wir passen uns den raren günstigen Winden an: oft tagsüber Flaute, um 22 Uhr dann – wie toll – Wind aus W, also raus aus dem Hafen der Stor Jungfrun und über Nacht 70 Meilen nach Öregrund gerannt. Anfang August erreichen wir unser Zwischenziel Stockholm, Jochen steigt dort in den Flieger heimwärts, und einige Regentage und einen Blitzbesuch von Kindern und Enkelkindern später – mit Hafenrundfahrt natürlich – schwebt meine neue Crew Jens und Herbert für die letzten drei Wochen der Heimreise ein. Der Wettergott ist unpäßlich, es regnet oder weht, einige Hafentage sind nötig, dann geht es über Gotland und Öland südwärts, Christiansoe empfängt uns in dickstem Nebel, aber bei der Ankunft auf Rügen scheint die Sonne – die Republik weiss was sich gehört!
Unsere nahen Lieblingshäfen Haesnaes und Nysted dürfen auf der Rückfahrt nicht fehlen, und nach fast 10 Wochen sieht die ROSE ihren Liegeplatz am Steg 2 wieder, nahezu ohne Schäden und mit einer tollen Crew und einem strahlenden Skipper: so viele Glücksgefühle habe ich auf noch keinem Törn gehabt!

 

 

Sommertörn 2023 SY LINNEA nach Mariehamn, Alandinseln:

Susanne und Christof Sönchen mit der SY Linnea

Am Montag, den 24.7.2023 um 06.00 Uhr, starteten wir von unserem Heimathafen Großenbrode in unseren Sommerurlaub. Wieder war die schwedische Ostküste unser Ziel, da sich die Großwetterlage für die nächste Zeit auf südwestliche Winde festgelegt hatte, wie sich später herausstellte für die nächsten 3 Wochen sogar.

Der Himmel war in der Früh wolkenverhangen und der Wind blies eher moderat bis schwach. Schnell rollten wir die Segel vor der Mole aus und gingen auf Nordostkurs. Kurz nach Mittag hatten wir bereits Gedser hinter uns gelassen und nahmen weiterhin Kurs auf die schwedische Südküste. Mit raumen Winden erreichten wir noch am ganz frühen Morgen die Gewässer zwischen Ystad und Bornholm, bald wurde auch der am Montag noch wolkenverhangene Himmel viel freundlicher und mit ausgebaumter Genua nahmen wir die Südspitze von Öland ins Visier, die wir auch am späten Nachmittag runden konnten.  Auf der Ostseite von Öland hatten wir wie im vergangenen Jahr wenig Verkehr zu befürchten und setzten kurz vor dem Abendbrot im Cockpit noch den Genacker. Als wir den letzten Happen gerade verspeist hatten, frischte der Wind etwas auf und wir erreichten in der Abenddämmerung 9 Knoten Speed, vielleicht etwas zu viel für eine weitere Nachtfahrt. Mit  viel Routine zog Susanne den großen Lappen wieder herunter und wieder unter Genua ging es in eine ruhige 2. Nacht unter Segeln.  In der Morgendämmerung erreichten wir die Nordspitze von Öland und konnten uns auf einen weiteren schönen Segeltag freuen, der nur kurzzeitig von einer kleinen Flaute mit Motoreinsatz unterbrochen wurde. Auch die dritte Nacht konnten wir segelnderweise ruhig verbringen, unser „Wachsystem“ ist schon seit Jahren sehr bewährt und lässt uns wie in den letzten Jahren immer zu Beginn unseres Urlaubs weite Strecken zurücklegen. Am Donnerstagnachmittag gegen 15.00 Uhr erreichen wir den Hafen von Mariehamn auf den Alandinseln. Nach 489 SM machen wir in einer Box fest und sind froh auch mal den schwankenden Boden gegen einen festen auszutauschen. Die Sonne meint es gut mit uns und scheint noch bis in den späten Abend ins Cockpit.

Der nächste Morgen beginnt völlig verregnet. An eine Fahrradtour in die Umgebung ist nicht zu denken, wir erkunden erst nachmittags den beschaulichen Ort und machen ein paar Besorgungen. Auf Empfehlung eines deutschen Stegnachbars nehmen wir am nächsten Tag den Naturhafen von Rödhamn auf den Törnplan. Nach entspanntem kurzen Törn laufen wir bei schönstem Wetter in den gut gefüllten Hafen von Rödhamn ein und vertreten uns nach dem obligatorischen Besuch beim Hafenmeister, der gleichzeitig Kiosk-und Cafebetreiber ist, die Beine durch eine sehr schöne Schärenlandschaft.

Es folgen einige Tage mit kurzen Segeletappen durch die Schärenlandschaft mit ruhigen Nächten vor Anker. Einzig der Himmel meint es nicht gut mit uns, die Sonne versteckt sich oft hinter dunklen Wolken, die aber zunächst wenig Regen bringen.  Bald müssen wir wieder einen südlichen Generalkurs einschlagen und segeln und motoren durch den Stockholmer Schärengarten, der uns im letzten Jahr so gut gefallen hatte. Wir entdecken neue Ankerbuchten, eine sogar mit einer winzigen Sauna direkt am Ufer als einzigem Gebäude weit und breit. Wir lassen ca 25 m davor den Anker fallen und wärmen uns noch am Nachmittag im kleinen Schwitzraum mit einigen Schweden am warmen Ofen, den man mit bereitliegendem Holz selbst aufheizen musste. Einfach urig!

Die nächsten Tage sind wieder von vielen Wolken und am 2. Urlaubswochenende mit viel Regen geprägt. Wir laufen am Sonntag Oxelösund an und machen im strömenden Regen im Gästehafen fest. Irgendwie alles sehr grau und trostlos hier.  Weiter geht es bei immer noch vorherrschendem Südwind an der schwedischen Ostküste entlang. In der 3. Woche verstecken wir uns für 2 Tage vor viel Regen und auch dem 1. Herbststurm in der Grytswerft im gleichnamigen Grytsskärgard. Die Saison scheint hier bereits gelaufen zu sein, außer Landsleuten trifft man wenige schwedische Segelkameraden auf den Stegen. Glücklicherweise können wir auch hier in der zur Werft gehörenden Hotelanlage die Sauna nutzen und uns bei den herbstlichen Außentemperaturen aufwärmen.

Es folgen einige Tage mit schönen Segeletappen, die aber allesamt hoch am Wind bei wolkenverhangenen Himmel mit einzelnen Regenschauern stattfinden.  Am 10. August erreichen wir nach über 45 SM Kreuz Västervik. Der abendliche Abstecher ins Städtchen endet mit einem wunderschönem Bild. Als wir das Hafenbecken wieder erreichen liegt unsere Linnea in einem wunderschönem Licht der jetzt durchdringenden Abendsonne.

Leider bringt der folgenden Morgen nur ein kurzes Intermezzo von Spätsommersonne, in der bestimmt 25 Folkeboote unter Segeln die Marina verlassen. Alle Boote mit zwei im Rentenalter befindlichen Seglern besetzt, die wohl ihre Freitagsmorgenregatta segeln. Wir machen uns nun kurz nach Mittag auf und erreichen am Nachmittag nach Durchfahrt des ganz schmalen Skavdösundes unseren einzigen Schärenliegeplatz, am Felsen und Baum festgebunden. Die Sonne lacht endlich mal wieder vom Himmel und es folgt ein wunderschöner Abend vor Heckanker mit grillen auf dem Achterdeck.-Himmlisch.

Weiter auf der Heimreise geht es natürlich bei west-südwestlichen Winden an der Kreuz in den Kalmarsund.  Abends erreichen wir Borgholm, wo wir einen weiteren Hafentag einlegen und am letzten Sonntag unseres Urlaubs eine schöne Fahrradtour zur Schlossruine und Schloss Soliden gemacht haben. Wir spazieren durch den königlichen Garten und kaufen uns auf dem Rückweg noch etwas von dem herrlichen schwedischen Kuchen, den wir in der Nachmittagssonne noch genießen können. Natürlich fehlt auch in diesem Urlaub der Besuch in einem schwedischen Badehaus nicht. Kurzerhand besorgen wir uns den Schlüssel im Strandhotel und nehmen am späten Nachmittag noch ein Bad im Kalmarsund. Der nächste Morgen startet genauso mit erfrischendem planschen im Badehaus. Leider hat die Saunasaison noch nicht angefangen… .

Der nächste Streckenabschnitt führt uns nun über Nacht nach Bornholm. Leider müssen wir den südlichen Teil hoch am Diesel zurücklegen. In weiser Voraussicht hatten wir in Kalmar noch die Tankstelle aufgesucht.

Am Dienstagmorgen machen wir zum Frühstück in Hasle auf Bornholm fest. Endlich ist das Wetter beständig schön und bald soll sich auch der lange ersehnte Ostwind einstellen.

Die nächsten 2 Tage genießen wir den Sommer an der Bornholmer Westküste, machen eine tolle Fahrradtour nach Vang und probieren die leckeren Spezialitäten der ortsansässigen Räucherei.

Am Nachmittag des 17.8. verlassen wir Bornholm zunächst bei wenig Wind. Im Laufe des Abends frischt es etwas auf und wir können unter gleicher Segelstellung, die uns in den Urlaub getragen hat,  den Heimweg antreten. Schmetterling segeln wir die über 120SM bis nach Großenbrode. Erst vor der heimischen Mole rollen wir Genua und Großsegel ein und erreichen nach 1105 SM wieder den heimischen Hafen.

Auch bei  diesem Sommertörn haben wir wieder keinen Abstecher in den von vielen Seglern gelobten Hafen von Harstena gemacht. Also müssen wir auch im nächsten Jahr wieder an die schwedische Ostküste, die so viele Reisen wert ist und wahrscheinlich in einem Seglerleben nicht alle Ankerplätze erleben lässt.

 

 

Wunderbare Lübecker Bucht:

Kerstin und Mathias Lodde von der SY Kalema

Das ursprüngliche Ziel unseres 3-wöchigen Sommertörns war Bornholm und dann weiter Richtung Rügen. Aber das Wetter wollte es (leider) anders: eine Sturmfront mit zum Teil starkem Gewitter mischte alles ordentlich durcheinander. Ratlosigkeit beim Blick auf die Vorhersagen. Entweder starker Wind aus Osten oder Sturm aus anderer Richtung. Als „Zugabe“ bei beiden Varianten ordentlich mit Regen vermischt. Aufgrund dieser unbeständigen Perspektive haben wir uns auf dem Weg nach Neustadt gemacht. Wir hatten Glück und sind recht trocken im Rundhafen angekommen. Hier sind wir 2 Tage eingeweht und wurden mit viel Frischwasser von oben versorgt. Dann tat sich ein kleines Fenster auf und wir sind weiter nach Travemünde. Dort war der Abschluss der „Travemünder Woche“. Vom Passathafen Abends mit der Fähre auf die Fest-Meile. 3 ordentliche Regenschauer später wieder zurück, mit dem Gefühl das eventuell das Wetter es in diesem Sommer nicht gut mit uns meint. Um wenigstens etwas „an Land“ bei dem Regenwetter unternehmen zu können, sind wir mit der KALEMA bei anfangs gutem Wind die Trave hochgefahren, kurz vor der Brücke kam dann doch noch ein sehr kräftiger Regenschauer. In der neuen Newport Marina hatten wir einen Liegeplatz online reserviert und konnten hier entspannt festmachen. Schöner Platz, gute Aussicht – gute Möglichkeiten um von dort Lübeck zu erkunden. Nach 3 Tagen Stadtbummel, Kino- und etlichen Restaurantbesuchen haben wir die Regenschirme verstaut und uns nach gut 10 Tagen auf den Weg nach Burgtiefe gemacht. Loge knapp 110 Seemeilen.

Fazit: Muss man nicht als Sommertörn machen, reicht vielen als Wochenendtrip. Im Herbst wollten wir dann aber auf jeden Fall noch einmal zur Entschädigung in die Sonne. Dass das Wetter in Kroatien auch nicht mitspielt hat und wir durch den heftigen Sturm an den Hafen gebunden waren, ist eine andere Geschichte.

 

Ins Segelparadies nach Anholt:

Von Thomas und Heimke Körner mit der SY Vineta

Unser Sommerurlaub war in diesem Jahr mit zwei Wochen etwas kurz geraten und wir überlegten: Wo geht es denn jetzt hin? Kurztrip in die Flensburger Förde? Dänische Südsee? Oder doch ab nach Anholt?

Da unsere mitreisende Tochter dem letzten Ziel gegenüber sehr aufgeschlossen war ging es als mit besten Winden Anfang Juli Richtung Anholt. Über Omö, Ballen auf Samsö und Greena war unser Ziel auch sehr schnell erreicht. Was für eine Freude, nach ein paar Jahren mit anderen Zielen endlich mal wieder auf unserer Lieblingsinsel zu sein. Der Hafenmeister kam uns in der Hafeneinfahrt schon entgegen und half bei der Suche nach einem geeigneten Liegeplatz. Der Hafen war gut gefüllt aber mit ein wenig schieben und drücken fand sich ein gutes Plätzchen für unsere Vineta. Die Erholung konnte beginnen. Baden, Grillen, Spazierengehen und die Neuigkeiten entdecken. Es hat sich einiges verändert im Laufe der Jahre: Der Grillplatz wurde neu angelegt und mit Gasgrills ausgestattet und die Buden und Restaurants an der Fährmole sind auch moderner als früher. Insgesamt war es wie immer eine gute und entspannte Zeit, die leider viel zu früh wieder endete – aber: Anholt – wir kommen wieder!

Die Rückreise war ein wenig beschwerlicher, da ungünstige Winde uns entgegenstanden. Über Greena, Ballen, Kerteminde (auch hier viel neu im Hafen!) und Spodsbjerg ging es wieder heimwärts nach Heiligenhafen.

 

 
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